| „Also befehle ich, führt
die Sole dem Walde nach, wenn der Wald rar wird bei den
Bergen.“ Das sagte Kaiser Rudolf II. 1596. Ein paar
Jahre später (1604) verband eine 42 km lange Holzrohrleitung
Hallstatt und Ebensee. 1607 rann die erste Sole in das neu
errichtete Sudhaus. Heute fließt die Sole in Kunststoffrohren
in die Großsaline in Steinkogel.
Bild- und Texttafeln informieren über Themen, die
für das Salzkammergut typisch sind, wie Berge, Wald
und Seen, Menschen, Verkehr und Wirtschaft. Der Soleweg
ist auf dieser historischen Trasse in 4 Etappen zu je 10
km angelegt.
Markiert ist der Wanderweg mit blauen Würfeln, die
daran erinnern sollen, dass Salz würfelförmige
Kristalle bildet. Alle 500 Meter befinden sich Würfel
mit genauen Kilometerangaben (von Hallstatt aus gemessen),
sodass der Wanderer über die Strecke, die er zurückgelegt
hat, genau Bescheid weiß.
Wegverlauf
Da der Soleweg auf Ebenseer Gemeindegebiet sehr ausgedehnt
ist, ist zu empfehlen, ihn auf 2 Etappen zu bewältigen.
Ausgangspunkt ist das Heimathaus. Die blauen Markierungswürfel
leiten den Wanderer zur Pfarrkirche. Von der Marktgasse
zweigt rechts der Soleweg ab. Charakteristisch für
den Weg ist, dass er dem steilen Osthangdes Wimmersberges
angeschmiegt ist und einige Meter oberhalb des Talniveaus
traunaufwärts führt.
Dadurch eröffnet sich dem Spaziergänger auf der
gesamten Strecke ein interessanter Ausblick auf den Siedlungsraum
von Ebensee. Sträucher und Bäume dienen als Schattenspender.
Nach einer halben Stunde hat man die alten, renovierten
Arbeiterhäuser der Saline hinter sich gelassen, die
Häuser lockern sich entlang der alten B-145 zu einer
Streusiedlung auf.
Blickt man über die Traun Richtung
SO, hat man die westlichen Ausläufer des Toten Gebirges
(Hochkogel-Gebiet) vor sich. Bei der Rudolfsbrücke,
die über die Traun führt, zweigt man vom Soleweg
ab und geht auf der rechten Traunseite auf dem beschilderten
Plankauweg ins Ortszentrum von Ebensee zurück.
Die zweite Etappe des Soleweges erstreckt sich von der
Rudolfsbrücke in die Ortschaft Langwies. In diesem
Abschnitt ist der Weg an die Ostflanke des Höllengebirges
angepasst. Der Miesenbach wird mittels eines kunstvoll aus
Quadersteinen errichteten „Soledukts“ überquert.
Die Miesenbachmühle (1563 errichtet) ist eine der ältesten
Sägemühlen Ebensees. Vorbei am Feuerwehrdepot
der FF Langwies, der 1993 renovierten Volksschule, dem Probelokal
der Musikkapelle Langwies , dem Gasthof Lüfteneck,
wird kurz vor dem Ende der Wanderung der ehemalige Gasthof
Leirich erreicht. Man quert die B-145 und über den
die Traun führenden Langwieser Steg erreicht man die
Bahnhaltestelle Langwies. Zurück nach Ebensee (Haltestelle
„Landungsplatz“) geht es mit den ÖBB. (Von
Langwies nach Bad Ischl verläuft der Soleweg auf der
rechten Traunseite .)
Kurzinformation:
Ausgangspunkt: Ebenseer Heimathaus (Parkplatz Rathausplatz)
Gehzeit: Heimathaus - Rudolfsbrücke: 1 1/2 St.; Traunuferweg
nach Ebensee: 1 1/2 St.; Rudolfsbrücke - Haltestelle
Langwies: 1 3/4 St.
Anforderungen: langer Spazierweg
Einkehrmöglichkeit: Gh. Lüfteneck

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