| Die „Kreh“ liegt an der Straße
zu den Langbathseen, dort, wo sich das enge Kerbtal zu einem
weiten, fast ebenen Talboden weitet.
Es ist gar nicht so einfach, die Bedeutung dieses Wortes
zu eruieren. Engelbert Koller schreibt in seiner bekannten
„Forstgeschichte des Salzkammergutes“ vom Wort
„gere(h)r, das „Röhricht“ (Rohrdickicht)
bedeutet und zu „Kreh“ verstümmelt wurde.
1604, als mit dem Bau der Ebenseer Saline begonnen wurde,
bekam der Salzverweser, der wichtigste Salzbeamte, das Almrecht
beim „Grör“ zugesprochen.
1688 ist von der Errichtung einer Sägemühle zur
Gewinnung von Schnittholz in der „Kreh“ die
Rede. Laut einem alten Reiseführer lebte von 1858 bis
zu seinem Tod im Jahre 1864 der Arzt, Reisende und Gelehrte
Dr. August Ritter von Genczik , alias „Krehbader“,
auf dem damaligen Krehbauernhof.
Den Arzt verschlug es auf seinen Forschungsreisen bis nach
Ägypten und in den Sudan. Das Stift Kremsmünster
und das Francisco-Carolinum in Linz verdanken ihm wertvolle
Sammlungen. Im Langbathtal war er vor allem Botaniker und
Fischer. Er versuchte sich in der Fischzucht und führte
sie in den Gewässern des Salzkammergutes ein.
Wegverlauf
An diesem für die Ebenseer Siedlungsgeschichte interessanten
Ort beginnt die Route (Weg Nr. 832) und führt über
die Nordflanke des östlichen Höllengebirges auf
den Feuerkogel.
Vom Gasthaus „In der Kreh“ überquert man
einen Steg über den Langbathbach. Vorbei an einer alten
Holzknechtstube, mündet der Weg in eine Forststraße,
auf der man in einigen weiten Kehren rasch an Höhe
gewinnt.
Nach einer halben Stunde Gehzeit erblickt man gegen Westen
den Vorderen Langbathsee mit dem Brunnkogel. Nachdem man
an einer Jagdhütte vorbeigekommen ist, verlässt
man die Forststraße
und folgt dem oft schmalen Steig steil in Serpentinen. In
1125 m liegt die halb verfallene Pledialm , die seit 80
Jahren nicht mehr bewirtschaftet wird. An der Baumgrenze
angelangt, erkennt man bereits die ersten Berggasthäuser
des Feuerkogelplateaus. Der in diesem Abschnitt alpine Weg
führt am Fuß mächtiger Kalkfelsen Richtung
Osten. Man
quert die Trasse der Feuerkogelseilbahn und erreicht über
ein weites Latschenfeld das Höllengebirgsplateau.
Kurzinformation:
Ausgangspunkt: Gasthaus „In der Kreh“ an der
Straße zu den Langbathseen“
Gehzeit: 2 1/2 St.
Anforderungen: Trittsicherheit und festes Schuhwerk erforderlich
Einkehrmöglichkeit: am Feuerkogel: 5 Berggasthöfe;
Gh. „In der Kreh“

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