| Die meisten, die vorhaben,
dem Feuerkogel einen Besuch abzustatten, überlegen
nicht lange: Sie ziehen eine sechsminütige Fahrt mit
einer der schnellsten Seilbahnen Österreichs einem
dreistündigen Fußmarsch auf dem Edelweiß-Europa-Weg
vor.
Für eine kleine sportliche Gruppe erübrigt sich
diese Überlegung: Seit 1996 ist dieser Weg ein Geheimtipp
für Bergläufer, mit dem Höhepunkt, den Berglauf-Europameisterschaften
1997. Der Beste von ihnen bewältigte die 11 km lange
Strecke mit einem Höhenunterschied von knapp 1200 m
in der unglaublichen Zeit von 49 Minuten. Vom Berg ins Tal,
und zwar nicht mit der Seilbahn, gelangen seit 1988 die
Abwässer der Gastronomiebetriebe. Als zu Beginn der
achtziger Jahre eine karsthydrologische Untersuchung des
gesamten Gebirges durchgeführt wurde, stellte man fest,
dass die bereits beobachteten Verunreinigungen mancher Quellen
im Tal eindeutig von den Abwässern am Berg verursacht
wurden. Deshalb baute man 1986 eine 5 km lange Abwasserleitung,
die heute noch als Pionierleistung auf dem Gebiet des Karstwasserschutzes
gilt.
Wegverlauf
Vom Parkplatz der Feuerkogelseilbahn führt der beschilderte
Weg über den Schulerberg zur sagenumwobenen Katzenwoferlklause.
Von dort zweigt rechts der Verbindungssteig zum Edelweiß-Europa-Weg
(Weg Nr. 820) ab. (Als Variante bietet sich vom Ortszentrum
der Kalvarienbergweg an. Hinter dem „Berghaus“
gelangt man zur Abzweigung des Edelweiß-Europa-Weges“.)
Auf dem Kamm des Wimmersberges gehend, überblickt
man den Siedlungsraum Ebensees. Der Weg, der in diesem Abschnitt
an einzelnen Stellen mit Seilen gesichert ist, windet sich
nach rechts und durchschneidet die steile Nordflanke des
Wimmersberges. An einer Verflachung wird zum ersten Mal
die Skiabfahrt überquert; in Serpentinen aufwärts,
gelangt man zu einer Raststelle, der verfallenen Gsollstube.
(Von hier führt links eine Abzweigung, Weg Nr. 836,
nach Langwies über die Haselwaldstube zur Miesenbachmühle.)
Auf den Feuerkogel geht’s weiter durch einen Hochwald,
bis man auf die Trasse der Skiabfahrt ins Gsoll stößt.
Vorbei an der „Sag“ (Hier stand in den 30er
Jahren eine mobile Säge, in der Holz für den Bau
des Naturfreundehauses geschnitten wurde.), der „Bucheggerkurve“
(siehe Marterl) und der „Eselsrast“, erreicht
man als ersten Berggasthof das Naturfreundehaus und somit
das Feuerkogelplateau.
Kurzinformation
Ausgangspunkt:
Talstation der Feuerkogelseilbahn
Gehzeit: 3 St.
Höhenunterschied:
Talstation - Bergstation Feuerkogelseilbahn: 1140 m
Anforderungen:
Trittsicherheit erforderlich
Einkehrmöglichkeit:
5 Berggasthöfe
Seilbahnbetrieb:
täglich von Mitte Mai bis Ende Oktober und Wochenende
vor Weihnachten bis Ostern

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