| Das Gebiet um den Erlakogel
ist nicht nur sagenumwoben - wer kennt sie nicht, die Sage
um den Riesen Erla und die Nixe vom Laudachsee, seine befreundeten
Zwerge aus der Rötelseehöhle und sein Werk, die
„Schlafende Griechin“, die nach dem Profil seiner
Frau geformt ist.
Die geografischen Namen geben nach einer interessanten
Theorie Auskunft über die keltisch - römische
Zeit: Etymologisch ist der Spitzlstein auf das Lateinische
„specio“ („spähen“, „Ausschau
halten“), die Kreuthwand auf das Indogermanische „hrata“
(„Scheiterhaufen“) oder der Tennkogel auf das
Keltische „teinen“ („Feuer brennen“)
zurückzuführen. Die Funktion von „Spitz“-
und „Kreuth“- Orten war Beobachtungs- und Signalort
für Signalfeuerketten.
Bemerkenswert ist, dass vom Spitzlsteingebiet aus Sichtverbindung
in Richtung Altmünster nach Pühret (Lat. „pyra“
- „Feuerstätte“), nach Süden zum Kreideck,
einem Sporn des Wimmersberges, vom Kreideck zum Tennkogel
und von dort zum Offensee (aus dem Lat. „offerende“
- „Opfer darbringen“) besteht. Der Offensee
soll demnach der Ort eines keltischen Opferplatzes gewesen
sein.
Wegverlauf
Der Anstieg beginnt in der Loiperngrube. Vorbei an einem
Gletscherschliff, einem Zeugnis aus der letzten Eiszeit
(die Erosion des Gletschers hat die raue Felsoberfläche
geglättet.), windet sich der Weg auf die Südseite
des Spitzlsteins am Fuß kleiner, überhängender
Felsstufen.
In 1000 m Höhe überquert man eine Forststraße
und gelangt auf die lang gestreckte, mit schottischen Hochlandrindern
bestoßene Spitzlsteinalm. Die Almhütte bietet
sich für eine Verschnaufpause an.
Oberhalb der Alm kreuzt man fünfmal die Forststraße
zum Rötelstein (von den Ebenseern „Nas’n“
genannt). Durch dichten Fichtenwald führt der Steig
zum SW-Kamm des Erlakogels hinauf, der einen schönen
Ausblick auf das Tote Gebirge und den Dachstein gewährt.
Von der Senke zwischen dem Erlakogel und der Talblaikenschneid
erfolgt der kurze, felsige Gipfelanstieg zum 1987 von der
Pfarrgemeinschaft Maria Puchheim errichteten Gipfelkreuz.
Kurzinformation
Ausgangspunkt:
Ebensee/Rindbach; Brücke über Rindbach hinter
Jugendherberge.
Parkmöglichkeit:
Freizeitzentrum Rindbach
(gebührenpflichtiger Parkplatz: Juli bis August)
Gehzeiten:
Jugendherberge - Spitzlsteinalm (1100m): 1 1/2 St. Spitzlsteinalm
- Erlakogel (1575m): 1 1/2 St.
Höhenunterschied:
Rindbach - Erlakogel: 1145m
Anforderungen:
Ausdauer; im Gipfelbereich ist Trittsicherheit erforderlich
Einkehrmöglichkeit:
Gh. Riedler

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