| Nach gut 3 Stunden Gehzeit
hat man die Brombergalm erreicht. Während der wohlverdienten
Rast genießt der Wanderer den Blick auf weitläufige
Hochalm, Trollblumen schmücken den Almboden, vereinzelt
sind auch der Stängellose Enzian und die Silberdistel
zu beobachten.
Das Jungvieh drängt sich um die Wassertränke,
und wenn man Glück hat, ist die Almhütte bewohnt.
Mehrere alten Steinfundamente lassen erahnen, dass auf dieser
Alm früher eine intensive Almwirtschaft betrieben worden
ist. Das begrenzte Angebot an Grund und Boden im Trauntal
zwang die Bauern, ihr Vieh im Sommer auf die Hochalm zu
treiben. Waren es früher Sennalmen (Milchalmen), so
werden die Almen heute vor allem mit Jungvieh bestoßen.
Senner sind somit überflüssig geworden. In den
letzten Jahren ist zu beobachten, dass auch in Ebensee wieder
mehr Vieh auf die Alm getrieben wird. Almwirtschaft wird
finanziell unterstützt, da erkannt worden ist, dass
intakte Almen den Verfall der Kulturlandschaft im alpinen
Raum hemmen.
Wegverlauf
1,5 km nach der Abfahrt „Steinkogl - Offensee“
der B-145 zweigt von der Offenseestraße rechts eine
Forststraße ab. An einer Fichte ist der Wegweiser
„Bromberg - Hohe Schrott Nr.210“ angebracht.
Nach Überquerung der Brücke über den Frauenweißenbach
beginnt die Tour. Der Weg verläuft zunächst auf
einem alten Talboden , vorbei an einer Wildfutterstelle.
Man gelangt auf eine Forststraße, auf der man nach
einer halben Stunde Straßenmarsch an einem Holzlagerplatz
und einer Hütte vorbeikommt. Von hier (Markierung an
Hütte) geht es durch einen Jungwald steil bergauf.
Der Weg führt weiter durch eine Hochwald zur Kehre
einer Forststraße, die man einige Meter begeht.
Der markierte Steig zweigt nach links ab bis zu einem Rücken;
ein Schlag und eine Forststraße werden überquert.
Auf einem lang gezogenen Rücken werden die letzten
200 Höhenmeter bis zur Brombergalm zurückgelegt.
Nach einer ausgiebigen Rast bietet sich für den Bergsteiger
noch ein halbstündiger Abstecher auf den Petergupf
an, der einen Rundblick auf das beeindruckende Bergpanorama
des Salzkammergutes freigibt.
Für den Abstieg sei neben der Aufstiegsroute als Variante
auf den Steig nach Langwies (Weg Nr. 221) hingewiesen, der
zunächst auf einem Rücken, anschließend
auf den Hängen des weit verzweigten Grabensystems des
Kesselbaches angelegt ist. (Wer diese Route wählt,
muss bedenken, dass die Distanz zum Ausgangspunkt der Tour
5 km beträgt.)
Kurzinformation
Ausgangspunkt: Brücke über Frauenweißenbach
(1,5 km nach Abfahrt „Steinkogl - Offensee“
der B-145)
Gehzeit: Brücke über Frauenweißenbach -
Brombergalm (1430 m): 3 St.; Brombergalm - Petergupf (1646
m): 1/2 St.; Petergupf - Bahnhof Langwies: 2 1/2 St.
Höhenunterschied: Brücke über Frauenweißenbach
- Brombergalm: 971 m ; Brombergalm - Petergupf: 216 m
Anforderungen: mittelschwere Bergwanderung; Ausdauer erforderlich
Einkehrmöglichkeit: keine
Übergang: Für den routinierten, schwindelfreien
Bergsteiger bietet sich die Möglichkeit einer Überquerung
der Hohen Schrott nach Bad Ischl an (Gehzeit ab Ebensee:
8 St.)

|